Ometepe-Projekt Nicaragua



Über Ometepe

Ometepe? Wer oder was ist das?

Blick von der Finca Magdalena auf den ConcepciónOmetepe ist ein indianischer Name. So heißt die größte der vielen Inseln im Großen Nicaragua-See, der fünfzehn Mal so groß ist wie der Bodensee. Der See liegt im Süden von Nicaragua, einem der ärmsten Länder der Welt.
Die etwa 35.000 EinwohnerInnen der Insel sind Nachfahren der Nahua-Indianer, die schon vor mehr als zweitausend Jahren dort gesiedelt haben. Mehr als die Hälfte von ihnen sind unter 20 Jahre alt.

  • Etwa jede/r zweite kann nicht lesen und schreiben.
  • Auf der Insel, die aus zwei Vulkanen – Concepción und Maderas – entstanden ist, herrscht hohe Arbeitslosigkeit von bis zu 90 Prozent.
  • An vielen Stellen der Insel gibt es noch immer kein Trinkwasser.
  • Immer noch trinken Menschen das Wasser aus dem See und leiden dann oft an Durchfallerkrankungen.
  • Strom gibt es an vielen Orten der Insel nicht.
  • Sehr schwierig ist auch die medizinische Versorgung

So hatten z.B. die Menschen, die hinter dem Vulkan Maderas wohnen und plötzlich schwer krank wurden, bis vor einigen Jahren kaum eine Chance zu überleben. Seit dem Frühjahr 1995 gibt es eine Schotterpiste um den Vulkan, die außerhalb der Regenzeit mit einem Geländewagen zu befahren ist.

Die meisten campesinos arbeiten in der Landwirtschaft für den Eigenbedarf.

Auf der Insel werden vorwiegend Reis, Mais, Bohnen, Kochbananen, Kaffee, Tabak und Früchte angebaut. Fische wie Sardinen, mojarras, tilapias, guapote werden von den Familien, die ein Boot besitzen, geangelt. Seit ein paar Jahren arbeitet eine norwegische Firma auf der Insel, die im Großen Nicaraguasee mit Schwimmkäfigen den Tilapia-Fisch züchtet und ihn direkt zum Festland zur Weiterverarbeitung befördert. Die kleinen Fischerfamilien profitieren davon kaum.

Eine wichtige Einnahmequelle ist der zunehmende Tourismus.


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