Ometepe-Projekt Nicaragua



News des Jahres 2008

News der Jahre 2010 · 2009 · 2008

von Monika Höhn

Dieses Foto zeigt den Besuch der nicaraguanischen Besuchergruppe aus Ometepe am 3. Juni 2008 in der Tafel in Gummersbach. Sie wurde freundlich empfangen von der Leiterin der Tafel, Gabi Müller (2. von links)Auch für das Jahr 2009 appellieren die MitarbeiterInnen des Ometepe-Projektes an die verantwortlichen Politiker, alles nur erdenklich Mögliche zu tun, sich für Frieden und gerechte Verteilung – hier bei uns und weltweit – einzusetzen.

Die weltweiten Rüstungsausgaben haben nach Schätzungen von Wissenschaftlern eine Rekordhöhe erreicht. Die Experten befürchten ein neues Wettrüsten –wovon deutsche Unternehmen finanziell profitieren würden. Deutschland ist inzwischen weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur.

Die Abrüstungsverhandlungen seien zum Stillstand gekommen, heißt es in einer Studie. Dagegen halte der Trend zu weltweiter Aufrüstung weiter an. Es müsse gegen den Trend gehandelt werden.

Wir wissen, wovon wir reden“ sagen die Initiatoren des Ometepe-Projektes Monika und Michael Höhn. „Wir arbeiten länger als 15 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit mit einem der ärmsten mittelamerikanischen Länder. Die alljährlichen Aufenthalte mit vielen Oberbergerinnen und Oberbergern haben uns gezeigt, dass einzig der Kampf gegen die Armut auf Dauer den Frieden sichern kann. Im Juni 2008 haben wir mit Gästen aus Nicaragua die Tafel in Gummersbach besucht, so dass auch unsere Partner die Not bei uns kennen gelernt haben.
Wenn der Kampf gegen die Armut eine Priorität darstellt, dann ist es einfach nicht glaubwürdig, wenn Regierungen den Entwicklungshilfebudgets so wenig Gewicht beimessen
“ sagen die Höhns. „Für jeden US-Dollar, der in die Entwicklungshilfe investiert wird, werden zehn US-Dollar für Militärhaushalte ausgegeben. Wasser und Elektrizität, Bildung und medizinische Versorgung – das sind die Grundbedürfnisse von Menschen in Entwicklungsländern, nicht Panzer und Raketen.
 

Die MitarbeiterInnen des Ometepe-Projektes wünschen allen ein friedlicheres Jahr 2009 und danken für die bisherige Unterstützung in der Projektarbeit.

Der nachfolgende Text erreichte die Mitarbeiterinnen des Ometepe-Projektes am Heiligen Abend: 

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen waren sehr fleißig, so dass der Weltladen noch einen Überschuss erwirtschaften konnte: So gehen mit den herzlichsten Weihnachtsgrüßen an Euch und die Freunde in Nicaragua 1.000 €  auf Euer Spendenkonto. Wir wünschen Euch auch für das neue Jahr weiterhin eine erfolgreiche Projektarbeit auf allen Seiten.

Herzlichen Dank sagen Monika und Michael Höhn im Namen der Ometepe-Initiative allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens und ihrer Vorsitzenden Ingrid Dreher.

Waffeln für OmetepeWir haben schon einige Kilo Mehl verbacken“ sagt eine Schülerin des Berufskollegs Oberberg Dieringhausen, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen an verschiedenen Waffeleisen mit dem Backen von Waffeln beschäftigt ist.

Die Klasse FSP 80 (Fachschule für Sozialpädaogik) mit ihrer Lehrerin Pfarrerin Christa Wülfing und ihrem Lehrer Reinhard Kreuzer hatte die Idee, in den beiden Schulpausen an verschiedenen Verkaufsständen Waffeln und Kaffee anzubieten.

Gern nutzen die Mitschülerinnen und Mitschüler und einige Lehrer des Berufskollegs in Dieringhausen diese Gelegenheit, um die leckeren Waffeln für einen guten Zweck zu essen.

Waffeln für OmetepeDurch das Ometepe-Musterhaus, das vor einigen Jahren auf dem Schulgelände gebaut worden ist, hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit der Lebens- und Wohnsituation auf der Insel Ometepe vertraut zu machen. Eine große Filmleinwand zeigte dazu in der Pause zusätzlich Fotos aus dem Lebensalltag der armen Bevölkerung. Auf einer Foto-Stellwand im Pädagogischen Zentrum bestand die Möglichkeit zur weiteren Information.

1300 EUR waren aus dem Sponsorenlauf im Juni zusammen gekommen. Ergänzt durch den Erlös des Waffelverkaufs von 250 EUR kann nun im kommenden Jahr ein neues Haus für eine obdachlose kinderreiche Familie gebaut werden. Allen beteiligten SchülerInnen und LehrerInnen ein ganz besonderer Dank für ihr Engagement!

Wer noch etwas Außergewöhnliches sucht und sich Zeit nimmt zum Lesen und Schmöken, dem sei das im Juli herausgegebene Buch von Monika und Michael Höhn anempfohlen.

Alltag in Nicaragua – vom Leben der Menschen auf der Insel Ometepe»Alltag in Nicaragua – vom Leben der Menschen auf der Insel Ometepe« lautet der Titel dieses umfangreichen Bildbandes mit über 200 Fotos von Menschen, Pflanzen und Tieren, in dem über 30 Männer und Frauen – überwiegend von der Insel Ometepe – mitgeschrieben haben.

Wie feiert man Weihnachten in Lateinamerika? Welche Traditionen gibt es, wenn junge Menschen erwachsen werden? Welche Rituale gibt es bei Geburt und Tod? Wie sieht der ganz gewöhnliche Alltag aus von Männern und Frauen, die in diesem zweitärmsten Landmittelamerikas (über)leben? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Buch.

Unterwegs in Nicaragua – Und Esmeralda tanzte»Unterwegs in Nicaragua – Und Esmeralda tanzte« lautet der Titel mit Szenen, Geschichten und Reiserlebnissen von Monika und Michael Höhn, das im IATROS Verlag erschienen ist.

Wenn Sie dann beim Lesen der Bücher  einen `Ometepe-Wohlfühl-Tee´ trinken wollen, dann können wir Ihnen diese `Kreation´ für die nasskalte Jahreszeit nur wärmstens empfehlen. Die Zutaten Zimt, Oregano, Süßholz, Salbei, Lemongras machen wirklich munter!“ versichern die Pfarrerin Christa Wülfing und die Künstlerin Edith Fischer. „Außerdem unterstützen Sie mit dem Kauf die Arbeit auf der Insel Ometepe.

Die Bücher sind in jedem Buchhandel zu erhalten oder bei den Autoren Monika und Michael Höhn. Auch im "Teetässchen" in Wiehl-Bielstein können Tee und Bücher gekauft werden.

Monika und Michael Höhn

Der seit Jahren von der Lehrerin Rita Zirwes – gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen – veranstaltete Dezemberabend der Realschule am Hepel in Gummersbach fand auch in diesem Jahr wieder statt.

Auch Nikoläuse waren für Ometepe aktiv und sprangen Seil. Dabei kam die stattliche Summe von 1.890€ zusammen, mit der ein weiteres Haus für bedürftige Familien auf Ometepe gebaut werden kann.

Mehr dazu können Sie dem Link entnehmen:
http://www.oberberg-aktuell.de

Von Wiltrud Weinecke gestaltete Musikkarten für Ometepe
Wiltrud Weinecke

Einen ganzen Strauß unterschiedlicher Karten hat die ehemalige Grundschullehrerin Wiltrud Weinecke aus Gummersbach selbst gestaltet und verkauft sie nun für  je 3€  vor Weihnachten an Freunde und Bekannte.
Der Erlös geht auf das Konto des Ometepe-Projekts. Wiltrud Weinecke war in diesem Sommer mit der Reisegruppe auf Ometepe. Sie spielt im Oberbergischen Kammerorchester und im Sinfonieorchester des Oberbergischen Kreises Bratsche und Geige. Davon sind auch die Motive auf einigen Karten geprägt.

Herzlichen Dank, Wiltrud, für die gute Idee und Frohe Weihnachten Dir und allen Freundinnen und Freunden von Ometepe.

Nicht nur das "Goldpaar" Irmgard und Paul Hess aus Much war überrascht von der Geldsspende, das es anläßlich seiner Goldhochzeit erhielt. Die Eheleute überwiesen von der Gesamtsumme, die sie anstelle von Geschenken erhielten, 460€ an das Ometepe-Projekt für die Arbeit auf der Insel.

Wir wissen, dass das Geld dort ankommt, wo es dringend benötigt wird“ sagte Frau Hess zu Monika und Michael Höhn, die sich sehr herzlich im Namen der Initiative bedankten und dem Goldpaar Glück und Gottes Segen wünschten.

Monika Höhn

Spende aus Krems an der Donau für die Bildungsarbeit auf Ometepe.

Mucksmäuschenstill beobachten die 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 b des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Wiehl Monika und Michael Höhn, als sie mit einem großen Reisekoffer den Klassenraum betreten.

Eine erfreuliche Überraschung erlebte die Ometepe-Initiative an diesem ersten Advent.
Dank der „Altgold-Spenden“ von zahlreichen Patienten der  mittlerweile 13 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus dem Oberbergischen Land kam der stattliche  Betrag von insgesamt 23.257,87 € für die Arbeit auf der Insel Ometepe im Nicaragua-See zusammen. Herzlichen Dank dafür!

Das Ometepe-Projekt im Viktor'sMehr als fünfzig Besucher aus dem Oberbergischen waren der Einladung in Victor´s in Gummersbach gefolgt, unter ihnen die stellvertretende Landrätin Ursula Mahler und Bürgermeister Frank Helmenstein, die zur Ausstellung »Menschen auf der Insel Ometepe in Nicaragua« gekommen waren. 

Kinder aus dem Anne-Frank-Kindergarten in MarienberghausenIch habe es fallen hören“ bemerkte ein Junge aus dem Anne-Frank-Kindergarten in Marienberghausen.
Der Kleine saß inmitten einer Gruppe von 30 Kindern auf dem Fußboden in der Turnhalle. 25 Erwachsene waren der Einladung des Kindergartenteams gefolgt, um einem Vortrag aus Ometepe zu folgen.

Monika Höhn vom Ometepe-Projekt, seit einigen Jahren gern gesehener Gast im Kindergarten, nahm ein Reiskorn zwischen die Fingerspitzen und ließ es auf den Boden fallen.

Menschen auf der Insel Ometepe - Vom Leben in Nicaragua

mit Bildern von Monika und Michael Höhn und Ometepe Collage von Edith Fischer.

Die Eröffnung unserer Vernissage steht kurz vor der Tür. Wir laden Sie ein und freuen uns, Sie – in Anwesenheit der Stellvertretenden Landrätin Frau Ursula Mahler – am Donnerstag, 20. November 2008 im Best Western Victor's Residenz-Hotel Gummersbach um 18.00 Uhr begrüßen zu dürfen.

Lassen Sie sich von der Schönheit der Insel, seiner indigenen Einheimischen, aber auch von der Armut dieses tropischen Entwicklungslandes berühren.

Die Vernissage wird mit Musik aus Lateinamerika durch Martin Schulte aus Waldbröl am Akkordeon und durch kulinarische Köstlichkeiten aus Küche und Keller begleitet.

Die Ausstellung ist bis Weihnachten 2008 geöffnet.

„…wie telefonisch besprochen, habe ich 2.500 € auf das Spendenkonto des Ev. Kirchenkreises überwiesen, damit Sie es für das Ometepe-Projekt einsetzen können. Ich möchte das Geld für ein solches `kleineres´ Projekt engagierter Menschen spenden, weil ich dabei das Vertrauen habe, dass es dort effektiv eingesetzt wird.“

Viele Grüße

Jürgen Koch

 

Lieber Herr Koch,

gerade erhalten wir eine Nachricht aus Ometepe, dass die Regenfälle der letzten Wochen viele Häuser zerstört und Dächer beschädigt haben.
Ihr Geld wird auf Ometepe gut angelegt sein.

Ganz herzlichen Dank dafür!

Zu einem letzten Treffen im alten Jahr hatte die Initiativ-Gruppe des Ometepe-Projektes in die Cafeteria des Engelsstiftes nach Nümbrecht eingeladen. Dreißig Gäste waren erschienen, einige von ihnen waren zum ersten Mal dabei. Friederike Latos, die neue Pressereferentin des Ev. Kirchenkreises An der Agger war ebenfalls der Einladung gefolgt.

Ehemalige Schülerin des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums in Wiehl organisierte Sponsorenlauf für das Ometepe-Projekt.

Gespannt warteten die 30 Vorschulkinder des Helene-Lange Kindergartens in Nümbrecht-Gaderoth, bis sie den Überraschungstisch in der Turnhalle ihres Kindergartens betrachten durften.
Kaffee, Kakaoschoten, Kalebassen, Reis, Rote Bohnen, Soja und eine große Zimtstange lagen dort neben den großen Samen des rotblühenden Malinchebaumes, buntbemalten Vögeln aus Balsaholz und Luffaschwämmen von der Insel Ometepe in Nicaragua auf einem Tisch.

Ometepe-Projekt überweist 28.000 € nach Nicaragua

„Die vielen kleinen und großen Aktivitäten in Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden, haben in den letzten 15 Jahren mit dazu beigetragen, eine warme Mahlzeit in der Schule der Hoffnung auf der Insel Ometepe zu garantieren.“ freuen sich die MitarbeiterInnen des Ometepe-Projektes und bedanken sich bei allen UnterstützerInnen.

Liebe Freundinnen und Freunde von Ometepe,
Herzliche Einladung zum nächsten OTO-Treffen

Offenes Treffen Ometepe
am Mittwoch, dem 29.10.2008 um 19 Uhr
in die Cafeteria im Engelsstift in Nümbrecht

Neue Interessierte sind herzlich willkommen!

Im Wiehler ParkAuch wenn die frisch gemähte Wiese im Wiehler Park am frühen Morgen noch mit Raureif bedeckt war und die Füße einiger Mitarbeiterinnen kalt und feucht wurden, so waren doch alle froh darüber, dass sie den Ometepe-Stand neben 40 weiteren Ständen von Kindergärten und anderer Organisationen für den Weltkindertag mit Zelt, Info-Materialien und Foto-Stellwänden bei trockener Witterung aufbauen konnten.

Dank an oberbergische Spenderinnen und Spender

HelferInnen in Dürrenberg

Seit mehr als einem Jahr sammelten Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Privatpersonen Kinderschuhe, Kleidungsstücke, Rollstühle und Gehhilfen für die ärmsten Menschen auf der Insel Ometepe.

In diesen Tagen ging die Reise los: zwei Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, das über 50 Pakete einige Monate in der Schule gelagert hatte, halfen neben neun weiteren Oberberginnen und Oberbergern nun beim Beladen des 7,5 Tonnen schweren LKW.

Familie LingslebeAnlässlich ihrer Silberhochzeit spendeten Roswitha und Klaus Lingslebe aus Wiehl-Börnhausen einen Betrag von 400 € für das Ometepe-Projekt Nicaragua:

"Wir wünschen Euch und Eurem Ometepe-Projekt weiterhin alles Gute."

Dafür bedanken sich Monika und Michael Höhn im Namen der Menschen auf der Insel Ometepe in Nicaragua sehr herzlich.

Das Spendenhaus für das Ometepe Projekt.Im „Teetässchen“ an der Bielsteiner Bechstraße trafen sich kürzlich einige Teetrinker und Teetrinkerinnen auf Einladung von Barbara und Lothar Mintert, um gemeinsam den neuen Ometepe Wohlfühl-Tee „aus der Taufe zu heben“.
Alle Förderer des Ometepe-Projektes waren sich beim Probieren des Kräutertees einig – er ist eine „scharfe“ und anregende Mischung aus verschiedenen Kräutern, die auch auf der Insel Ometepe im Nicaraguasee vorkommen - wie Lemongras, Zimt, Ingwer und Süßholz.
Ab sofort ist der Ometepe Wohlfühl-Tee nun auch im Teetässchen zu kaufen. Von der 50 Gramm-Tüte zu 1,95 € fließen sofort 0,40 € als Anteil für Ometepe in das kleine Spendenhaus aus Plastik. Daneben gibt es Informationen zu Ometepe, Kostproben des Tees und freundliche Gespräche mit der Eigentümerin Barbara Mintert. 
Die Ometepe-Inititative dankt dem Teetaesschen.de von Herzen für die mehrfach anregende Aktion.

Monika Höhn

Die Vorstellung des Ometepe-Wohlfühltee's.

07.09.08

Kreiskirchentag in Wiehl
ab 11 Uhr Ometepe-Stand am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Wiehl

21.09.08

Weltkindertag im Wiehler Park

21.11.08

Fotoaustellung
»Alltag in Nicaragua - Vom Leben der Menschen auf der Insel Ometepe«
(genaue Ankündigung folgt)

Alltag in Nicaragua – auf den Spuren der indigenen Bevölkerung 

Erst wenige Wochen liegen zurück, in denen die aus Berghausen stammenden Eheleute Angela Eickhoff-Kreuzer und Reinhard Kreuzer, Lehrer am Berufskolleg in Dieringhausen, an verschiedenen Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen des Ometepe-Projektes teilnehmen konnten. Dabei lernten sie auch die vier DelegationsteilnehmerInnen und Autoren des von Monika und Michael Höhn herausgegebenen Buches „Alltag in Nicaragua – Vom Leben der Menschen auf der Insel Ometepe“ persönlich kennen, die sie zu ihrer Silberhochzeit in die Schützenhalle in Hülsenbusch eingeladen hatten.

Gegen 9 Uhr vormittags heißt es Abschiednehmen am Hafen von Moyogalpa und einigen fällt der Abschied nicht leicht. Drei dicht gefüllte Wochen liegen hinter uns allen. EFi und Wiltrud fahren zurück ins Oberbergische, Angela und Reinhard haben noch drei Wochen Rundreise mit dem Wohnmobil durch die USA vor sich. Monika und Michael bleiben weitere zwei Wochen auf Ometepe und werden sicherlich noch allerhand erleben.

In einem kleinen Laden in der Nähe des Hafens finden wir eine grazil gestaltete Hand aus Holz. Wir erfahren, dass der Künstler Ignacio Martinez nicht weit entfernt wohnt - im Viertel „La Esperanza", das vom Bürgermeisteramt für 62 arme Familien gebaut worden ist. Es dauert weniger als eine halbe Stunde, da haben wir ihn gefunden. Wir werden auch künftig seine außerordentlichen Arbeiten vom Projekt unterstützen.
Früh am Morgen kommt Alcides im Ambulanzauto mit einem Diabetes- Patienten vorbeigefahren, der gerade aus dem Krankenhaus in Rivas nach einer OP entlassen worden ist und uns unbedingt begrüßen möchte. Juan Ramon (75), ein Einsiedler, der zu seiner Hütte am Vulkan Maderas zurückgebracht werden möchte.
Monika hatte ihn 1999 während ihres längeren Aufenthaltes auf Ometepe mit einem alten campesino regelmäßig besucht. Die beiden Männer rezitierten dort seinerzeit Ruben Darí­o und Juan Ramon führte voll Stolz eine indigene Mühle zum Ausquetschen von Zuckerrohr vor, die er mit einfachen Mitteln gebaut hatte. Bis zur Öko-Finca „El Porvenir" kann Alcides ihn nun transportieren, von dort wird er noch mindestens einen Kilometer weiter den Hang hoch zu seiner Hütte gehen müssen.
Sein Wunsch, wieder in der Einsamkeit zu leben, ist groß und wir hoffen, dass er den mühsamen Weg dorthin in seinem schlechten Zustand schaffen wird.

Am Nachmittag haben wir eine weitere „reunion" in Merida mit dem MINSA und den VertreterInnen der verschiedenen Komitees, in dem ähnlich wie in Las Palmas die Verbindung zwischen MINSA, POA und der Bevölkerung noch einmal offen angesprochen wird. Ausdrücklich wird auch hier die weitere Zusammenarbeit mit POA im Interesse der ärmsten Bevölkerung begrüßt.

Abschiedsfeier in Finca Santo Domingo mit dem Gesundheitspersonal und mit dem Salvadorianer Carlos an der Gitarre. Er ist der Eigentümer von El Encanto in Santa Cruz und Alcides hat ihn eingeladen. Leider stört der brummende Stromerzeuger Carlos beim Singen. Der Stromausfall im Netz war beim Fest nicht eingeplant. Ein Buffet mit vielen Leckereien, mit jugos, und Wein macht uns allen Freude...
Heute ist die erste Versammlung der verschiedenen Komitees im Gesundheitszentrum von MINSA in Las Palmas. VertreterInnen des CPC, des Gesundheitskomitees und der Kirchen sind auf Einladung von Dr. Harry Cardenas, Direktor von MINSA im Bezirk Altagracia, zusammengekommen, um den gegenwärtigen Stand der Zusammenarbeit von MINSA und POA zu klären, die in der vergangenen Woche gestoppt worden ist.
Dr. Cardenas bestätigt vorweg die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit POA und insbesondere Alcides Flores.
Der erklärt aus der Sicht von POA, dass er das Programm der Regierung „Salud gratuita" (Kostenlose Gesundheitsfürsorge für alle) grundsätzlich für richtig hält. Er sagt aber auch, dass Nicaragua nicht die Kapazitäten dafür hat, dieses Programm an der Basis zu realisieren. Daher sei POA schon immer als ergänzende Kraft im Interesse der ärmsten Bevölkerung aufgetreten und habe Medizin, die MINSA nicht im Basisprogramm hatte, zu einem besonderen Preis von 50 % und weniger für die Bevölkerung bereitgehalten. Die Medizin wurde nicht verkauft, sondern die colaboración diente dazu, neue Medikamente zu kaufen, die MINSA nicht zur Verfügung hatte. Die Alternative wäre gewesen, in die Apotheke nach Balgüe oder Altagracia zu fahren und es dort zu einem teureren Preis zu kaufen und zusätzlich Fahrgeld zu zahlen.
Alle waren sehr froh, dass sich nun die folgende Lösung andeutet: POA kommt zu abgesprochenen Zeiten in die Casa comunal von Las Palmas und hält seine Sprechstunden dort und bietet auch die Medikamente an.
In einem Brief der VertreterInnen aller Komitees soll diese Vereinbarung mit POA getroffen werden, ohne dass MINSA offiziell in den Vorgang einbezogen wird. Damit kann die gute Kooperation wiederaufleben. Ein starker Applaus und lachende Gesichter besiegeln für heute erst einmal mündlich die von allen gewünschte Zusammenarbeit.
Sobald der Brief bei Alcides angekommen ist, wird die Kooperation weitergehen. Auch wir sind sehr froh darüber.
Unser Rhythmus hat sich in den Tagen unseres Aufenthaltes vollkommen dem der Insulaner angepasst. Mit dem Hahnengeschrei unmittelbar vor unserem Fenster und in der Nachbarschaft gegen 4.30 bis 5 Uhr sind wir meistens schon wach, einige von uns tummeln sich bereits gegen 6 Uhr im Wasser. Zum Glück gibt es noch diese Alternative eines Bades, denn heute Morgen drehen wir die Wasserhähne und die Dusche vergeblich auf: Es ist kein Wasser da. Später stellt sich heraus, dass offenbar der Haupthahn, den wir in der Nähe unserer Kaffeesträucher im Garten freilegen, nur halb aufgedreht war. Das hat in Verbindung mit dem schwachen Druck zu akutem Wassermangel geführt.

Gegen 8.30 Uhr fahren wir auf Einladung von den beiden Carlos Coronel (Vater und Sohn) zu ihrer Avacadoplantage nach Tichaná. Dort tragen 2000 Avacadobäume so viele und bis zu 5 Pfund schwere Avocados der unterschiedlichsten Sorten , dass sie zusätzlich mit Stangen gestützt werden müssen. 10 campesinos arbeiten dort in festen Verträgen, weitere 20 arbeiten in der riesigen Plantage am Fuß des Maderas je nach Erntebedarf.

Strom aus erneuerbarer Energie
Tatsächlicher Grund für unseren Besuch ist die von den beiden Carlos´ installierte hydroelektrischen Anlage, die im Lauf der nächsten drei Monate über zwei Turbinen, die vom Wasser des Vulkans getrieben werden, etwa 400 Kilowatt Strom erzeugen soll. Nach den Plänen der Familie Coronel werden künftig 500 Häuser rund um den Vulkan mit Strom versorgt werden können. Der deutsche Staat hat sich über die GTZ mit eingeklinkt und 200.000 US$ zugeschossen, für den Bau der nötigen Anlagen für das Stromnetz. Carlos Coronel hat uns eingeladen, uns - wenn möglich- in dieses oder ähnliche Projekte „einzuklinken". Angesichts des immer stärker steigenden Ölpreises sollte diese Art von erneuerbarer Energie zukunftsweisendes Vorbild sein für weitere Projekte auf der Insel, z.B. am ojo de agua in Tilgüe, von wo aus ganz Altagracia mit Strom versorgt werden könnte. Jedenfalls wollen wir im Gespräch bleiben.

Kurz vor der Rückfahrt beißen wir noch in die außergewöhnlich saure mimbro, die für die Herstellung von Essig in Chile-Soßen verwendet wird.



EFi arbeitet derweil an ihrem Projekt: eine lebensgroße Mädchenpuppe aus Draht und Pappmaché für unsere Schule „La Esperanza", die am kommenden Montag nach den 14 Tagen Schulferien überraschend zwischen den Schülerinnen und Schülern sitzen wird. Eine freundliche Erinnerung an 15 Jahre Ometepe Projekt und an die besondere Verbindung zwischen den deutschen und nicaraguanischen Schulkindern!

Nachmittags fahren wir nach Moyogalpa, um dort ins Internet zu kommen. Unsere Hoffnung trog jedoch: Stromausfall, weil marode Leitungspfosten ausgetauscht werden müssen. Kein Internet! Wir überleben es frohgestimmt...

Homestays in Moyogalpa
In La Paloma am südlichen Ortsrand von Moyogalpa besuchen wir eine für Ometepe ganz neue Einrichtung, die einen Steinwurf vom See entfernt liegt. In der Organisation Puesta del Sol (Sonnenuntergang) haben sich 16 Familien - vor allem Frauen unter der Leitung von Socorro Ponce - in dem Viertel zusammengetan. In neu angebauten Unterkünften bringen sie vor allem junge Leute aus Kanada oder auch aus Europa unter. Die jungen Leute helfen ortsnah beim Anbau von Gemüsegärten in den Familien, erhalten Einblicke in die Pflanzenmedizin geben Unterricht in ihrer jeweiligen Muttersprache und lernen im Gegenzug Spanisch. Sie zahlen dafür 15 US$ pro Tag inklusive Verpflegung in den Familien. Hier ist das Schild für Interessierte mit Angabe der Homepage:
WWW.PUESTADELSOL.ORG

Ein junger Kanadier hat die Kontakte in sein Heimatland hergestellt und so funktioniert der Austausch offenbar zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Auslöser waren Dokumentarfilme, die von der Asociación Art Partage de Canadá im Januar 2005 hier gedreht wurden und in Schulen und Kirchen gezeigt wurden, um Spenden für die Bevölkerung zu sammeln. Daraus ergab sich dann im nächsten Schritt die Idee zum gemeinsamen Wohnen in den bäuerlichen Familien. Wir haben dazu eine Powerpointpräsentation im Gegenzug zur Kopie unseres Ometepefilms bekommen, die darüber im Detail Auskunft gibt. Auch hier werden wir in Kontakt bleiben. Wir wollen auch Wilma van Beek und ihre Gruppe auf diese interessante Möglichkeit aufmerksam machen. Die holländische Gruppe will nämlich im August die Bevölkerung um den Maderas mit dem Aufbau ähnlicher „Homestays" unterstützen. Wir finden, dass dies eine gute Förderung zu Selbsthilfe ist!

Film und Buch für Präsident Daniel Ortega
Am Abend schreiben wir auf Anregung von Alcides - nach verschiedenen Anläufen (Stromausfällen und Druckerfarbe ging aus) und Diskussionen mit unseren PartnerInnen nun endgültig - einen Brief an den Präsidenten Daniel Ortega, in dem wir ihm den neuen Film und das neue Buch warm empfehlen. Alcides fährt noch um 21 Uhr mit dem Wagen nach San Ramon, um Brief, Buch und Film dort an Carlos Coronel zu übergeben, der sich erboten hatte, es am Freitag an seinen Onkel mitzunehmen, der assesor von Daniel Ortega ist. So ist der Weg sehr kurz und Daniel Ortega wird so die Gelegenheit haben, sich basisnah über die Situation der Menschen auf Ometepe zu informieren. Mal sehen, was dabei herauskommt...

Dr. Harry Cardenas, Direktor von MINSA in Altagracia, besucht uns noch mit einer Krankenschwester am Abend, um uns zu einer reunion (Versammlung) kommende Woche mit dem gesamten medizinischen Personal einzuladen, wobei es um die Absprache künftiger Zusammenarbeit gehen soll.
Am frühen Morgen kommt unsere Nachbarin Coco mit den Ketten, die die Sinne der Frauen erfreuen. Danach reiten wir aus zur Ökofinca El Porvenir am Vulkan Maderas. Manche Befürchtung vor dem Ausritt zerstreute sich hinterher. Bei so einfühlsamen Begleitern fassten selbst die anfangs Ängstlicheren zum Ende hin immer mehr Mut.

Der Rundgang auf Oskars Finca war wie stets ein eindrucksvolles Erlebnis: 26 verschiedene Obstsorten, vor allem Zitrusfrüchte, Mangos und Ananas, aber auch Pflanzen wie Nelken, Zimt und Oregano wachsen hier in ökologischer Eintracht. Zwischendrin immer wieder Petroglyphen „unserer" indigenen Vorfahren, die hier vor etwa 1500 - 2000 Jahren ihre Kreise und Spiralen in die vulkanischen Felsen geritzt haben. Deren Bedeutung wird wohl im Einzelnen immer ein Geheimnis bleiben. Auf dem Rundgang kommen wir auch am Haus von Mareano und seiner Frau vorüber. Die beiden sind glücklich über den neuen Küchenanbau, den sie im Januar vom Projekt bekommen haben.

Wir haben heute auch ein Geburtstagskind: Wiltrud ist ein Jahr älter geworden und am Abend feiern wir in fröhlicher Runde.

Beim Einkauf in Altagracia trafen wir im Gemüseladen diesen jungen Mann, der zwei junge Hähne unter dem Arm trug. Er will sie für den Hahnenkampf ausbilden, der unter den Männern vor allem in Moyogalpa offenbar sehr beliebt ist.

 

Auf der Fahrt durch Altagracia besuchen wir auch die beiden Häuser, die Ende Dezember neu gebaut worden sind. Die Familien sind begeistert und danken uns sehr herzlich für dieses „neue Leben“.

Um 18.30 Uhr sind wir bei Minerva und Alvaro Espinoza und ihren beiden Kindern zum Essen eingeladen.

 

Einer unserer Hausgäste: der Grillo. Ist er nun eine Grille oder eine Spinne?

EFi ist schon frühzeitig mit Melida nach Moyogalpa gefahren, wo sie auf dem Weg in ihre Zahnarztpraxis einen Besuch bei dem Künstler Carlos Vargas in Esquipulas macht, mit dem sie verabredet ist, um sich mit ihm künstlerisch auszutauschen. Immer mehr stellt sich heraus, über welche außergewöhnlichen naturmedizinischen Kenntnisse unsere Freundin Berta verfügt. Sie bereitet einen Sud aus pepino-Blättern zu, den Angela auch gleich gegen Insektenjucken an ihren Beinen testet. Berta zeigt uns die Pflanzen, die in der Trockenzeit rote Früchte tragen und von den Uraca-Vögeln, aber ebenso gern von den Kindern gegessen werden, weil sie sehr süß schmecken. Auch gegen Durchfall hatte sie in diesen Tagen einen Tee zubereitet, den sie aus ojas de Guyaba (Guyaba-Blätter) zubereitet hat. Offenbar hat er bereits seine wohltuende Wirkung bei einer „Patientin" der Gruppe gezeigt. Die Regenzeit scheint uns sehr viel instabiler in diesem Jahr als wir sie aus den vergangenen 15 Jahren in Erinnerung haben. Es ist zwar warm und der Schweiß läuft auch ohne Sonne, aber sie dürfte doch etwas mehr scheinen. Einigen ist das Klima so sehr angenehm und es ist überall grün auf der Insel, so dass sogar der Müll auf der Insel überwuchert wird und kaum zu sehen ist.

In der Klinik La Esperanza treffen wir eine Reihe von PatientInnen, die wegen grippaler Infekte oder Atemwegserkrankungen zum Arzt wollen. Auch hier hat die Regenzeit ihre Opfer gefunden.

Am Eingang sitzt auch eine Mutter mit ihrem schwerstbehinderten Jungen (6). Sie hatte wie jeden Morgen ihr Dorf bereits um 4.30 Uhr verlassen, um mit dem Bus den Physiotherapeuten aufzusuchen. Sie würde erst am späten Nachmittag wieder zu Hause sein. Das Fahrgeld kostet für eine Fahrt 22,50 Cordoba (etwas mehr als 1 US$) für eine Strecke. Das ist vom Tageslohn eines campesinos (40 Cordoba) - vorausgesetzt sie ist liiert und ihr Mann hat Arbeit - nicht zu zahlen. Hier tritt das Projekt ein.

Wir freuen uns über den raschen Fortschritt beim Bau des „Caritas"-Hauses hinter der Schulküche, von dem aus die Sachen aus den Containerlieferungen zu günstigsten Preisen verkauft werden sollen.

In der Zwischenzeit macht ein Teil der Gruppe den 1,6 km langen Rundgang durch den Urwald auf dem Sendero Peí±a Inculta, der von der indigenen Gemeinschaft von Urbaite in der Nähe der Finca Santo Domingo angelegt worden ist. Mit dem Eintrittsgeld von 2 US$ wird die Gemeinschaft unterstützt.
Am Nachmittag verabreden wir uns mit Dr. Jorge Quintana, der für die Kreditfirma und die Lagerhallen verantwortlich ist. Wieder diskutieren wir das leidige Thema „Einsatz von Gramoxon in der Landwirtschaft", das in diesen Tagen und zu Beginn der Reisaussaat überall in den Feldern benutzt wird. Eine ökologische Vorbereitung ihrer Felder- so Jorge Quintana - sei nicht nur eine Frage der Bildung, zu der viele campesinos keinen Zugang haben, sondern auch eine Sache des Geldes. Für die „Reinigung" einer mansana, (ein Feld von Fußballplatzgröße), würde man 4 Arbeiter einen Tag lang mit einem Tageslohn von je 40 Cordoba (=2 US$) brauchen. Abgesehen von dieser hohen Summe stünden die Arbeitskräfte gar nicht zur Verfügung, weil alle zur gleichen Zeit ihre Felder für die Aussaat präparieren.

Elias kommt mit seinem Vetter, um Ketten zu verkaufen. Er freut sich, sein Bild und seine Geschichte im neuen Buch wieder zu finden.

Gegen Abend fotografieren wir noch die Ausstellung von EFis Bildern aus Kokosfasern im Hotel Villa Paraiso, deren Verkaufserlös ins Projekt fließt.
Vor der Messe um 9.30 Uhr in der Kirche von Altagracia besuchen wir Padre José Antonio im Pfarrhaus und übergeben ihm das neue Buch, für das er einen Beitrag geschrieben hat. Er freut sich sehr darüber und stellt das Buch anschließend den Besuchern im Gottesdienst vor. Padre José Antonio will das Buch allen Altagracianern zugänglich machen und es der städtischen Bibliothek zur Verfügung stellen. Für uns ist es sehr anrührend, dass er die fünfzehnjährige Arbeit des Projektes so ausführlich würdigt. Nach dem Gottesdienst machen zwei voneinander unabhängige Fernsehteams Interviews mit uns. Das eine Team arbeitet für die Organisation, die Ometepe zu einem der sieben Weltnaturwunder erklären lassen will. (Den Link zu deren Homepage haben wir im Moment nicht griffbereit!) Das andere Team ist von Kanal 2 aus Managua und will im Lauf der kommenden Woche über die 15jährige Arbeit des Projektes und das neue Buch berichten.

Bei Douglas in Valle Verde
Wir machen Spaziergänge am Strand von Valle Verde mit einem wunderschönen Blick auf den Vulkan Concepción. Dabei treffen wir auch die Schwester von Haylin, die auf dem Titelfoto des Buches zu sehen ist. „Haylin wohnt im Fischerviertel von Moyogalpa", sagt die junge Frau. Ganz genau weiß sie aber nicht, wo ihre Schwester wohnt. Wir wollen versuchen, sie heute noch zu finden. Der Mann der Schwester bittet uns um Unterstützung. Er wohnt zusammen mit seiner jungen Frau, seinem dreijährigen Jungen und einem fünf Monate alten Säugling auf dem Grundstück seines Vaters in Sacramento in einem Plastikverschlag. Er verdient im campo 40 Cordoba täglich. Das reicht entweder für das Essen für seine Frau und den dreijährigen Jungen und für Milch für den Säugling. Geld für Hausbau bleibt da nicht übrig. Wir versprechen, ihn drei Stunden später dort zu treffen, um zu sehen, ob wir mit der Finanzierung eines Zinndachs und eines festen Bodens helfen können. Alcides meint, dass es hunderte solcher Situationen auf der Insel gibt. Als wir ihn später am Haus seines Vaters aufsuchen, stellt Alcides fest, dass erst die Frage nach der Legalität von Grund und Boden geklärt werden muss, bevor wir weiterhelfen können. Monika wird noch von einer jungen Fischersfrau mit ihrer Mutter aufgesucht. Acht Familien seien ohne Elektrizität und bitten um Hilfe für einen Transformator. An allen Ecken wird Hilfe gebraucht und wir wissen, wie sehr begrenzt unsere Möglichkeiten dazu sind. (Es fällt uns immer noch schwer, mit den täglichen Realitäten der Armut konfrontiert zu werden und sie auszuhalten...) Bei Douglas treffen wir auch Don Carlos Urtecho, den Sohn des bekannten Dichters Coronel Urtecho. Er hat vor einiger Zeit in der Nähe von Tichaná eine hydroelektrische Anlage gebaut, die künftig den hinteren Teils des Vulkans Maderas mit Strom versorgen soll. Dazu hat Urtecho eine Kooperation mit der bundesdeutschen GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) und anderen Organisationen begonnen, die eine Elektrifizierung hinter dem Vulkan in einem überschaubaren Zeitraum möglich machen soll. Wir verabreden ein Treffen am kommenden Donnerstag, um die Anlage zu besichtigen.

Auf der Suche nach der Titelfigur und Besuch bei Doí±a Paulita
Auf der Weiterfahrt suchen wir im Barrios de los pescadores von Moyogalpa nach Hailin und finden sie auch nach einigem Suchen. Sie wird sofort umringt von Verwandten und Nachbarn, die alle auf das Titelbild des „Alltagsbuchs" neugierig sind.

Danach besuchen wir Doí±a Paulita in ihrem Haus in La Concha. Bertas und Robertos jüngste Tochter Lisette (20) lebt mittlerweile mit ihrem Säugling und ihrem Mann ebenfalls in einem kleinen Haus auf dem Grundstück von Doí±a Paulita und ihren Kindern. Diese zeigt uns wie immer voller Humor ihre Kalebassenschnitzkunst und freut sich über die Fotoseite in dem „Alltagsbuch".

Auf dem Weg nach Hause nehmen wir noch am Stierreiten in La Flor teil.

Um kurz vor 9.30 Uhr erscheint Agustin, ein Künstler aus Altagracia, mit seinem kleinen Dreiradtaxi „El divino nií±o“ (Das göttliche Kind), seiner Lebensgefährtin und seinem achtjährigen Sohn, dem vor 1 ½ Wochen erst der kleine Finger an der linken Hand amputiert worden ist, den er sich an einer Tür eingeklemmt hatte.

Efi und Agustin wollten ihre beiden Arbeitstechniken austauschen. Efi erklärt die aufwendige Technik beim Aufkleben der Kokosfasern, die sie für ihre Bilder anwenden muss.

Agustin schnitzt aus Kokosnüssen Papageien und freut sich über unser Interesse an seiner Arbeit, bei der wir ihm zuschauen.

 

Heute hat unser Patenkind Alcira Geburtstag. Wir sind am frühen Abend eingeladen und es gibt eine familiäre Feier mit allen Kindern, Familienangehörigen und Freunden der Familie. Melida hat ein kleines Buffet vorbereitet, bei dem es zum Abschluss die beliebte und im Geburtstagslied besungene pastel gibt, eine süße Torte, die traditionell angeboten wird.

 

Später besuchen wir auch unseren Nachbarn Eduardo zum Geburtstag.

EFi war schon zeitig mit den Müttern der behinderten Kinder zum Basteln verabredet. Mit der Lehrergruppe besuchen wir sie, Alvaro Sandoval, den Therapeuten und Karla Varela, die im Projekt arbeitende Psychologin.

Mit der Lehrergruppe machen wir einen kleinen Rundgang durch die Einrichtungen des Projektes, wo wir auch Dr. Alvarado begrüßen, der uns nach seinem Deutschlandaufenthalt und seinem Abstecher nach Italien zu seinen Schwestern, von dem er gerade wieder zurückgekehrt ist, herzlich in die Arme schließt.

EFi berichtet, dass die Mütter der behinderten Kinder den Ometepe-Film gesehen haben und dass im Laufe des Vormittags immer mehr Mütter mit ihren Kindern zu ihrem „Seminar“ hinzugekommen seien.

Reinhard und Angela unternehmen einen Ausflug zum „Ojo de Agua“. Monika ist mit ihrer Fotokamera unterwegs und besucht einige Fischerfrauen. Dabei trifft sich auch den Jungen auf dem Pferd.

Micha relaxt derweil unter einer Palme.

 

Gegen Mittag erhalten wir Besuch von Marisol Silva-Platzer, ihrem Vater Prof. Manuel Hamilton Silva, ihrem Mann Dr. Michael Platzer (alle Autoren in unserem neuen Bildband), mit ihrer kleinen Tochter Sarita und Michaels Vater aus Österreich. Wir sitzen im Garten und tauschen noch einmal unsere gemeinsamen Erlebnisse in Deutschland aus.

Am Nachmittag werden wir zum Grillen in Sonias und Carlos Finca La Siguenia am Maderas eingeladen. Wir sind eine große Gruppe von etwa zwanzig Personen. Carlos macht einen Rundgang und erklärt uns die Anpflanzungen in seinem Garten. Das Haus mit seiner wunderbaren Lage und dem einzigartigen Blick auf den Vulkan Concepción und die beiden Seiten des Sees – umgeben von freundlichen Menschen und anregenden Gesprächen…

Wir rücken immer dichter zusammen in unserem gemeinsamen Anliegen für die Eine Welt, die es zu schützen gilt. Wir freuen uns vor allem darüber, in Michael und Marisol Freunde des Projektes gefunden zu haben, für die die Insel Ometepe Heimat ist, deren Wohl und Wehe sie wohlwollend kritisch begleiten.

 

Mit zwei Autos geht es die holprige und vom Regen ausgewaschene Wegstrecke bei Dunkelheit wieder zurück in unser Haus. Unser „kleiner Junge“ vom Foto, Luis Enrique ist nun der Fahrer des einen LKWs, in dem wir alle dicht aneinandergedrängt sitzen und wir freuen uns riesig, dass Luis Enrique es mit Studium und einer festen Anstellung geschafft hat und für sich selbst sorgen kann. Hilfe zur Selbsthilfe, das ist es, was wir durch die Förderung im Bildungsbereich inzwischen mehrfach verbuchen können. Wir hoffen sehr, dass es uns durch neue Multiplikatoren auch weiterhin gelingt, immer mehr Menschen von der Idee und der konkreten Arbeit des Projektes zu überzeugen. Wir schauen uns noch die Ausstellung von EFi im Hotel Paraiso an. EFi hat insgesamt sechs Kokosbilder fertig gestellt, die Sonia zu einem Preis von je 60 US$ anbietet. Der Verkaufserlös der Bilder soll ins Projekt fließen.

WillkommenAuch diese Jahr sind Monika und Michael Höhn wieder nach Nicaragua geflogen, diesmal gemeinsam mit Edith Fischer und Wiltrud Weinecke, sowie Angela und Reinhard Kreuzer, die ihre Silberhochzeitsreise in Nicaragua beginnen.

Erstmalig berichten Sie dabei in Form eines »Reiseblog« direkt von der Insel. Die Einträge werden aber immer etwas zeitversetzt eingestellt, da durch die Regenzeit und die damit verbundenen Stromausfälle an eine stabile Internetverbindung nicht zu denken ist.

 

Direkter Sprung zu Teil 2 und 3

Wir starten bei Regen, so dass Alcides sich für das geschlossene Ambulanzauto entscheidet, mit dem wir unsere Reise antreten. Nach ruhiger Überfahrt geht es zunächst nach Rivas, wo wir ein Internet-Café aufsuchen. Bedauerlicherweise funktioniert auch hier die Verbindung nicht gut, so dass wir - Michael und ich - es rasch aufgeben, unsere 42 angekündigten emails zu öffnen. Alcides erledigt in dieser Zeit einige Bankgeschäfte und wechselt Dollars in Cordoba, die wir evtl. für den Kleinkauf auf dem Markt in Masaya benötigen. Inzwischen hat der Dollar als gängige Währung auch in den pulperias (Verkaufsbuden) seinen Einzug gehalten und selbst die Schuhputzjungen verlangen Dollar, wie wir später feststellen müssen. Statt bisher 10 Cordoba (0,50 US$), verlangte ein junger Schuhputzer in der Lagune von Apollo, die wir als nächstes anfahren, inzwischen 2 US$. An vielen Stellen wurde uns bewusst, in welcher Form die erhöhten Preise im Land sich im Tourismus, vor allem aber bei den Ärmsten, bemerkbar machen. Mit der schlechten Kaufkraft und den erhöhten Preisen für die Grundnahrungsmittel, insbesondere für Reis (30%), aber auch Gemüse, sind sie am meisten betroffen. Eine Gruppe von Marimbaspielern, die uns einige bekannte Nicaragualieder spielt, macht uns den Abschied in der Lagune nicht leicht. Wiltrud bemerkt, dass sie gern noch einmal den Roman von Gioconda Belli „Tochter des Vulkans" nachlesen möchte, der an diesem geheimnisvollen Ort seinen Ursprung hat.

Weiter geht es zum aktiven Vulkan Masaya, der seine Gase in dichte Nebelwolken hineinpustet. Unvorstellbar für unsere Mitreisenden, dass sich im Kraterinneren Papageien eingenistet haben. Viel Zeit zum Fotografieren bleibt nicht, da wir wieder von einem plötzlichen Regen überrascht werden. Wir fahren vom Vulkan herunter und lassen uns Zeit für den Besuch im Museum des Vulkans.

Anschließend besuchen wir den Markt von Masaya.

Granada- Besuch bei Bischof Hombach mit Dra. Fabiola Gonzales
Über zum Teil sehr holprige Wegstrecken auf der Panamericana - der starke Regen hatte bereits wieder seine Spuren hinterlassen und einige Straßenabschnitte sind im Bau - erreichen wir Granada und belegen unsere Zimmer in der vertrauten Hospedaje „Cocibolca". Zwischen 19 und 19.30 Uhr haben wir uns mit Bischof Hombach und Dr. Fabiola Gonzales verabredet, denen wir gern unser neues Buch überreichen möchten. Bischof Hombach hatte über die Aufgabe der katholischen Kirche auf Ometepe einen Artikel verfasst und Fabiola hatte über ihre Arbeit vor einigen Jahren als Ärztin im Sozialdienst im Ometepe-Projekt berichtet. EFi und Wiltrud besuchen kurz die Kathedrale und erleben Bischof Hombach noch kurz bei seiner Abendmesse. Die Begrüßung im Bischofsamt, wo wir alle empfangen werden, ist überaus herzlich. Bischof Hombach hatte bereits von seinem Bruder Alois aus Freudenberg von dem ökumenischen Gottesdienst und den anschließenden Feierlichkeiten anlässlich unseres 15-jährigen Projektbestehens erfahren. Der Humor des Bischofs ist ansteckend und wir amüsieren uns köstlich über seine Berichte. (Politik, Persönliches, etc...) Die Presse sei ihm in letzter Zeit dicht auf den Fersen und wolle immer wieder Interviews mit deutlichen Worten gegen die Regierung Ortega. Den Gefallen täte er ihnen jedoch nicht, obwohl er bekanntermaßen eine klare Ansprache schätze. Bischof Bernardo Hombach freut sich ebenfalls über unser gemeinsames Buch, für das er einen Artikel geschrieben hat. Mit Fabiola, die eine feste Anstellung im Frauenzentrum Itxchen in Managua hat, besuchen wir eine nahe gelegene Pizzeria - es ist inzwischen spät geworden - und warten lange auf unsere Bestellung. Der Tag war dichtgefüllt mit vielen neuen Eindrücken für unsere Nicaragua-Erstreisenden. Auf dem Weg zu unserer Hospedaje begegnen wir Jürgen Stadler, dem österreichischen Leiter des Hauses der Drei Welten „Casa de los tres mundos". Es ist lauschig und warm in Granada in einer angenehmen Atmosphäre mit neu errichteten Straßenrestaurants, die sich gut in das Gesamtbild der Stadt mit ihren Pferdekutschen und kolonialen Gebäuden einfügen. Obwohl es inzwischen spät geworden ist, pulsiert immer noch das Leben auf der Straße. Todmüde fallen wir alle ins Bett.

Fahrt zu den Isletas von Granada
Wir sind an diesem 2. Juli schon wieder alle zeitig auf den Beinen und wollen um 8 Uhr eine Bootsfahrt zu den Isletas machen. Danach soll es weitergehen zum Vulkan Mombacho. Die einstündige Rundfahrt zu Beginn eines neuen Tages zwischen den 365 vorgelagerten Vulkaninselchen, die sich vor Jahrtausenden durch die Vulkanausbrüche gebildet haben, ist faszinierend. Noch ist es ruhig und wir sind die ersten Touristen, die die Bilder von Seerosen, eine einzigartige tropische Vegetation, Vögel, Affen und die ersten Fischer mit der Kamera und dem Herzen festhalten. Die Vögel eröffnen ein unverkennbares Konzert an diesem frühen Morgen mit ihren durchdringenden Stimmen.

Mombachotour
Bereits um 9.30 Uhr geht es weiter zum Vulkan Mombacho. Wir warten darauf, dass sich der Unimog mit weiteren Besuchern füllt. Er ächzt den steilen Berg hinauf zum Mombacho, vorbei an Cafetales und einer einzigartigen Vegetation durch Nebelwald zur Station. Wir unternehmen den uns schon sehr vertrauten Rundweg mit seinen vielfältigen Pflanzen, Orchideen, Fröschen und Vögeln, die es einzigartig nur am Mombacho und auf Ometepe gibt und machen zahlreiche Fotos. Wir brauchen unsere Regenjacken, die wir wegen des feuchtwarmen Klimas aber zwischendurch immer wieder ausziehen müssen. Auf dem Rückweg drängt die Zeit, der Unimog wartet auf uns, der uns wieder zurück ins Tal bringt. Das Klima ist anstrengend und einigen Untrainierten bleibt beim Steigen der steilen Baumtreppen im tropischen Nebelwald ein wenig die Luft weg.

Baden und Bootsfahrt in San Juan del Sur
Wir fahren weiter nach San Juan del Sur. Ein anderes Licht empfängt uns, das typische Pazifiklicht. Wenn es auf Ometepe regnet, scheint hier sehr oft die Sonne. Wir beziehen eine bescheidene Hospedaje bei Elisabeth - viele Unterkünfte sind ausgebucht - und essen in El Timon zu Mittag. Wir bestellen Langusten, die Spezialität des Hauses. Don René, der Besitzer des Hotels, berichtet uns, dass das Buch „Lust auf Nicaragua" inzwischen der fahrenden Bibliothek übergeben worden sei und dass er auch gern das neue Buch kaufen wolle, von dem Alcides ihm erzählt hatte. Viele neue Hotels - überwiegend in amerikanischer Hand - sind inzwischen in San Juan entstanden. Verschiedene kleine Bars liegen inzwischen als Schutthaufen am Strand. Hier werden sicher bald neue entstehen. Wir mieten ein Boot für drei Stunden, das uns in die Bucht Marsella bringt, wo wir wunderbare Stunden mit Schwimmen und Relaxen verbringen. Zwei große Schildkröten beim Liebesspiel kreuzen unsere Fahrt. Außer uns sind nur ganz wenige Touristen am Strand. Wir entdecken zwei geschützte Eier-Ablagestellen von tortugas (Schildkröten). Es ist ein paradiesisches Bild: kristallklares Wasser, das Rauschen der Wellen, eine Rinderherde am Strand und über uns einige schwebende Pelikane auf der Suche nach Fischen.


Pünktlich werden wir von unserem Boot wieder abgeholt und essen ein weiteres Mal im El Timon. Dann geht es weiter nach Rivas.

Marktbesuch in Rivas
Unterwegs lädt uns Alcides ein in das am Ufer des Cocibolca traumhaft gelegene Hotel „La Mar" ein. Wir trinken einen Kaffee und fotografieren unsere geliebte Insel Ometepe mit ihren beiden Vulkanen aus einer ganz neuen Perspektive. Weiter geht es nach Rivas zum Markt, wo wir einige Einkäufe erledigen. Monika unterhält sich mit den Marktfrauen über die erhöhten Gemüsepreise, die für die Ärmsten nicht zu bezahlen sind. Auf dem Weg zu unserer Fähre in San Jorge begegnen wir einer Gruppe von etwa 20 Motorradfahrern.

Die Biker tragen die Aufschrift „Soldiers for Jesus" auf ihrer Lederkluft. Michael und Reinhard reden mit einigen von ihnen. Sie kommen aus Costa Rica und sind von einem Pastor übers Wochenende zu einem Einsatz in einem Waisenhaus in Moyogalpa eingeladen. Sie benutzen die gleiche Fähre wie wir.


Zurück auf Ometepe - Treffen von LehrerInnen aus Hessen
Auf der Insel hatte es während unserer Abwesenheit geregnet. Beim Abendessen in Santo Domingo begegnen wir einer Gruppe Lehrer, die uns Wulf Hilbig aus Hessen bereits in Deutschland angekündigt hatte. Sie hatten ihre Schulpartnerstadt in Diriamba besucht und wollten uns besuchen. Wir tauschen gegenseitige Erfahrungen aus - sinnvolle und nicht sinnvolle Hilfe in der Entwicklungs-Zusammenarbeit, und sie berichten über die schulische Situation in Diriamba. In Frankfurt wollen wir demnächst unsere gemeinsamen Erfahrungen vertiefen und die Hessen-Koordination möchte uns gern zu einem Filmabend mit unserem neuen Ometepe-Film einladen.

„Das Wasser des Nicaraguasees bleibt trinkbar"
Diese positive Nachricht entnehmen wir dem El Nuevo Diario vom 2. Juni. „Es ist von sehr guter Qualität und wird zweifellos das ideale Reservoir für die zentrale Zone des Landes sein", gibt der Direktor für Forschung und Umweltstudien der Nationalen Technischen Hochschule, Ingenieur Sergio Gómez, bekannt. Dies ist das Ergebnis einer dreijährigen Forschungsstudie, deren konkrete Ergebnisse im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden. Die Wasserqualität vermindere sich in den Bereichen intensiver Viehzucht und extensiver Landwirtschaft, sowie im Bereich der Flüsse, die aus den Städten in den See fließen.

Die Preise für nachgemachte Medikamente (Generika) werden eingefroren
In derselben Ausgabe lesen wir eine weitere gute Nachricht für die Verbraucher in Nicaragua: Die Preise für Generika werden bis März 2009 „eingefroren".

Foto 8Ein satter, tropischer Regen hat in dieser Nacht auch die Quinta Monika heimgesucht und stellenweise sehr feucht gemacht. 
Gegen Mittag kommt Alcides und zeigt uns den Briefwechsel mit MINSA schon aus 2007. 
Er will heute noch einmal mit MINSA sprechen, um die Zusammenarbeit im Interesse der ärmsten Bevölkerung eventuell doch noch möglich zu machen.
In der Dämmerung taucht Abel Vargas aus Managua mit dem einheimischen Kunsthandwerker Agustin aus Altagracia auf. Abel freut sich sehr über das Buch, in dem sein Bild von der Prinzessin Ometepetl veröffentlicht ist. Zum Vorbild für ihr Gesicht hat er eine junge Frau aus Villa Paraiso genommen.
Agustin und EFi verabreden für den kommenden Samstag eine „Künstlerwerkstatt“.


 

Heute ist das EM-Finale Deutschland gegen Spanien. Schon zum Frühstück sind wir bei Sonia und Carlos eingeladen. 
Vormittags besuchen wir wie jedes Jahr Esmeralda und ihre Familie in San José del Norte. 
(Esmeralda ist auf dem Titel unseres Buches „Und Esmeralda tanzte – Geschichten aus Nicaragua“ aus dem IATROS-Verlag zu sehen.)

Die ökonomische Situation der Familie hat sich dadurch verschärft, dass der Stiefvater nach einer missglückten Augenoperation fast blind und damit ohne Arbeit ist. Das zeigt sich auch an der Mini-Fischmahlzeit im Topf.

Außerdem brauchen sie dringend eine neue Latrine und einen neuen Küchenanbau, den Alcides für die nächsten Wochen vorsieht.

Auf einem Rundgang in der Nähe treffen wir Kinder am See.

Zum Mittag treffen wir die Vereinbarung mit Carlos, dass wir bei einem EM-Sieg Deutschlands das almuerzo kostenlos bekommen.
Als Spanien Deutschland verdient 1:0 schlägt, tröstet Carlos uns damit, dass wir nicht zahlen müssen.
Um 15 Uhr sehen wir in größerer Runde gemeinsam den neuen Ometepefilm, der bei den Zuschauern auf sehr positive Resonanz stößt. Alcides schlägt vor, ihn an Daniel Ortega zu schicken, um ihm die Realität auf Ometepe etwas näher zu bringen. Wir haben mittlerweile eine ganze Reihe positiver Rückmeldungen auf das neue Buch gekommen. Auch Karla Varela freut sich über das neue Buch, für das sie mehrere Artikel geschrieben hat.

Ganz allmählich spricht sich die Veröffentlichung auf der Insel herum. Kommende Woche will Alcides auch den Korrespondenten von El Nuevo Diario , Lesber Quintero, über die Neuerscheinungen in Kenntnis setzen. Außerdem will er einen ihm bekannten Redakteur der La Prensa in Managua zu einem Interview einladen.
Abends tröstet uns ein leckeres Essen auf der Finca Sto. Domingo über den bittersten Schmerz hinweg, den das verlorene Endspiel bei einigen verursacht hat.

EFiHeute regnet es den ganzen Tag. EFi ist besonders kreativ und arbeitet an neuen Bildern mit den Materialien der Kokospalme, die sie für eine Ausstellung im Hotel Paraiso vorbereitet.

Wiltrud hat sich ebenfalls künstlerisch betätigt.
 

Wir sind wieder eine große Runde beim Frühstück. Unsere Fleischfrau berichtet uns, dass sie - laut Auskunft eines Arztes - vermutlich eine Fraktur im Knie hat und eine Röntgenaufnahme nicht bezahlen kann, die nur auf dem Festland gemacht werden kann. Die Schmerzen sind groß, aber die Transportkosten und das Geld für weitere Untersuchungen kann sie persönlich nicht aufbringen. Alcides Flores wird sich um Hilfe aus dem Projektfonds kümmern.

Wir diskutieren mit der Gruppe über die verschiedenen Ansätze in der Entwicklungshilfe - über tatsächliche Hilfe und vermeidbare Abhängigkeiten. 

Alcides berichtet von einer reunion mit dem Leiter von MINSA auf Regierungsebene, die am Vormittag in Santo Domingo stattgefunden hat. MINSA (Regierungsebene) will die Zusammenarbeit mit dem POA beenden, weil der Verkauf von Medikamenten, die das MINSA nicht zur Verfügung hat, dem Postulat der sandinistischen Regierung nach kostenloser Medikamentenausgabe widerspräche. Intern wird diese Regelung sehr bedauert. Sie bedeutet ja auch den Abbruch der Kooperation bei der gemeinsamen Nutzung des Ambulanzfahrzeugs, dem Austausch von Medizin, der finanziellen Förderung des Labors und bei der Betreuung der staatlichen Gesundheitsposten in Balgüe, Merida, La Palma und Tichana.
Alcides muss für POA akzeptieren, dass die bisherige gute Zusammenarbeit von Regierungsseite nun so abrupt unterbrochen wird. Die Arbeit von POA wird sich in Zukunft auf die projekteigenen Gesundheitsposten in San Pedro und Santo Domingo beschränken. Die Zahl der Untersuchungen wird sich dort vermutlich erhöhen. Die neue Regelung wird auch Auswirkungen beim Einsatz deutscher Ärzte haben. Es wird keine Sprechstunden (Neurologie, Pädiatrie) mehr im Umfeld von MINSA geben können.

Wir machen vor dem Mittagessen einen Ausflug zum ojo de agua, treffen am Strand einige Frauen beim Waschen an und Kinder, die am Strand spielen.

An diesem Tag sind viele Campesinos mit der Aussaat von Reis beschäftigt.

MarimbasAm Nachmittag fahren wir um 15 Uhr zu einem Marimbakonzert auf Finca Magdalena. Eine Schülergruppe aus Bainbridge veranstaltet auf dem Platz hinter der Finca, wo in der Erntezeit der Kaffee getrocknet wird, ein bewegendes Konzert auf selbstgebauten Marimbas.

Wir treffen Ilse K. Stollar (78) aus Bainbridge wieder, die 1954 aus Deutschland in die USA gegangen ist. Sie und ihr Mann unterstützen diese völkerverbindende Marimbamusik auch finanziell. Wir tauschen uns mit ihnen über unsere gemeinsame Arbeit für Ometepe aus. Ebenso mit David Mitchell aus Bainbridge, der socio der Cooperative Magdalena ist. David war bei der US-Airforce – drei Jahre lang auch in Kaiserslautern stationiert. Nach seinen Einsätzen u.a. in Korea, gehört er heute zu den Veterans for Peace, die die amerikanischen Kriegseinsätze in Irak und anderswo ablehnen. Mit solchen Amerikanern haben wir gerne zu tun…

Wir übergeben das „Alltagsbuch“ an Felix, den Präsidenten der Kooperative Magdalena. Die Freude darüber, gerade auch bei einigen, die sich auf den „Kaffee-Fotos“ wieder finden, macht uns besonders glücklich.

Abends feiern wir ausgelassen das Kofferfest in Finca Sto. Domingo.
EFis Koffer ist endlich wieder da – vollständig. Es fehlt lediglich die rote Kordel, mit der er umwickelt war. EFi erzählte am nächsten Morgen, dass sie zwar sehr erfreut war über ihren Koffer, aber keinerlei Drang verspürte, ihn auszupacken. Sie hat inzwischen „erlebt“, mit wie wenig Dingen man auskommen kann („Vom Reichtum der Armen“!).

Jeden Tag gibt es neue Überraschungen. Heute Morgen haben wir kein Wasser aus der Dusche, der Druck ist zu schwach. Wir erfahren, dass es in diesem Jahr in der Trockenzeit besonders schlimm gewesen sein muss. Es gab wenig Wasser für alle. Um 8.30 Uhr gehen vier aus unserer Gruppe mit in die Schule nach Tilgüe. Edith will mit den Kindern arbeiten. 

Die Gruppe wird von 75 Kindern empfangen, die sich auf ihren Besuch vorbereitet haben. Edith vermittelt in Kleingruppen Falttechniken und wird vom Rest der Gruppe unterstützt. Mit einem Essen und Tanzvorführungen der Kinder endet der Besuch.

Die Sonne ist kurz hinter den Wolken hervor gekrochen und nun sieht es schon wieder nach Regen aus. Unsere Vorräte müssen heute aufgefüllt werden. Es gibt zurzeit reichlich Avocados und Mangos. Die Reis- und Bohnenpreise sind dermaßen teuer geworden, dass auch das tägliche gallo pinto für die Bevölkerung zu einem teuren Lebensmittel geworden ist.

Am Nachmittag fahren wir mit Eduardo nach Moyogalpa und überzeugen uns bei unseren Einkäufen selbst, wie teuer alles geworden ist. Nach einigen Mühen – auch hier gibt es wieder Stromausfälle - gelingt es uns, einen Email-Kontakt nach Deutschland zu bekommen, wo wir die neuesten Meldungen erhalten. 

Am Abend hat Coco einige sehr schöne Ketten aus Samen fertig gestellt, die unsere Gruppe ihr abkauft. Sie wird weitere herstellen.

Zwei Lehrerinnen aus der Primaria Koos Koster aus La Sabana besuchen uns und übergeben uns ein Bittschreiben. Sie benötigen für die ärmeren Kinder dringend Schreibmaterialien, Schuhe und Kindersachen. Coco macht uns darauf aufmerksam, dass es weitere fünf Koos Koster Schulen gibt, die alle etwas brauchen können. Es gilt, einen Modus für eine gerechte Verteilung zu finden. Coco schlägt vor, die aus Deutschland gelieferten Sachspenden zu einem „Schnäppchenpreis“ an einer festen Stelle zu verkaufen. So ist der Plan zum Bau eines „Caritas-Kaufhauses“ sicher vernünftig, auch um Missgunst zu vermeiden.

EFi in der SchuleDie Ereignisse überschlagen sich. Heute Mittag ist für uns Fußball-EM angesagt, das Spiel gegen die Türkei ist um 20.45 Uhr in Deutschland zu sehen.

Der Internet-Anschluss ist schlecht, Stromausfälle sind normal.

EFi (Edith Fischer) ist mit Wiltrud bereits in der Schule, wo sie mit den Kindern der Pre-Escolar basteln.

Wir treffen eine Mutter mit ihrem behinderten Kind, die gerade vom Physiotherapeuten kommt und uns freundlich begrüßt.

Auch Minerva begegnet uns, die sich schon wieder in ihren Alltag eingelebt hat.

HalsbandprobeCoco hat ihre Pflanzensamen eingepackt und die Halsbandwünsche der Frauen entgegengenommen. Ein Huhn aus Cocos Garten legt gerade ein Ei, die Sonne kommt zaghaft hinter den Wolken hervor und wir sind neugierig auf das, was jeden Tag neu auf uns wartet. In der Nacht wird es kühl. Die Regenzeit ist in vollem Gang und in San Ramon sind bereits die ersten Schlammlawinen heruntergekommen, zum Glück ohne Not für die Einheimischen. Mittags kaufen wir einem jungen Mädchen die mojarras ab, leckere Fische aus dem See und einen kleineren guapote, die Berta allesamt für uns zubereitet.

Bei unserem Besuch in einer Hütte treffe ich eine junge Frau (29 Jahre alt), die mir bereits als junges Mädchen begegnete. Inzwischen hat sie fünf Kinder und Coco erzählte mir, dass sie einen Suizid-Versuch mit Gramoxon hinter sich hat und zum Glück gerettet wurde, da das Unkraut-Vernichtungsmittel noch nicht in den Magen gelangt war. 

Die Arbeit von Karla Varela, der im Projekt arbeitenden Psychologin, aber auch die von Minerva und Rosario, ist ein Segen für die weitere Arbeit mit und an Frauen. 

EM Halbfinale!Mittags um 12.45 Uhr gehen wir mit unserer Gruppe zum Hotel Paraiso,um das Spiel Deutschland/Türkei anzusehen. Leider gibt es mehrmalige technische Übertragungsfehler, so dass wir das Spiel nicht in allen Teilen sehen konnten. Es sind nur einige wenige Gäste im Haus, die aber wenig Interesse hatten, dem Spiel zuzuschauen. 

Gegen 18 Uhr werden die Affen von Guadelupe gefüttert und wir sehen einem ungewöhnlichen Schauspiel zu. Viele Affen haben durch die Fütterung inzwischen die Scheu vor den Menschen verloren, so dass sogar eine Affenmutter mit ihrem Neugeborenen auf dem Rücken, sich in unsere unmittelbare Nähe wagt und auf einem Pfosten niederlässt.

Am Abend diskutieren wir noch lange mit Sonia Kofler über die touristische Entwicklung und deren Auswirkungen auf Umwelt. Offenbar ist MARENA, das Umweltministerium, mit einigen neuen Auflagen – insbesondere, was den Bau von neuen Hotelanlagen in Seenähe anbelangt – sehr viel härter geworden. Die Insel ist ein Naturreservat und soll es bleiben – darüber sind sich die meisten inzwischen einig.  
Einige Autoren des Alltagsbuches freuen sich über den Erhalt ihres Belegexemplars.

ZaunprojektOma BertaDie ersten beiden Tage liegen hinter uns und schon sind wir wieder voll mit neuen Eindrücken. 
Wir spazieren zum Corall mit der Rinderherde und den neugeborenen Kälbern, die – anders als in Deutschland – die Milch der Mutter trinken dürfen. 
 

In Altagracia besuchen wir am Nachmittag die Kirche und kommen mitten hinein in den fröhlich-lauten Gesang einer Messe. 
Bei einem Spaziergang und Einladung zu Bertas Haus und ihrem ersten Enkelkind, einem kleinen kräftigen Mädchen namens Marlin Lisette, zu dem uns Coco begleitet, besuchen wir verschiedene Frauen, die einen Nutzgarten mit Zaun aus dem Spendenfonds angelegt haben und uns stolz ihre ersten Erträge zeigen: Quequisque, frijoles, pipianes.


 

ManaguaAnkunftNach einem entspannten Flug mit der KLM, überaus freundlichem und aufmerksamen Personal über Amsterdam und Panama, landen wir pünktlich in Managua. Doch nicht nur unsere Nicas erlebten die ersten Enttäuschungen bei der Ankunft ihrer Koffer. Von unseren 7 Koffern ist der von Edith Fischer nicht dabei. Aus unserem Hotel organisieren wir nach etlichen telefonischen „Anläufen“ eine Abholung bei der Copa Airlines am nächsten Tag. Eine Freundin aus Managua steht um 7.30 Uhr bereits im Hotel, um die Verlustpapiere mit einem Begleitschreiben abzuholen und alles Weitere zu organisieren. Pünktlich um 8 Uhr geht die Reise mit einem Großraumtaxi weiter zum Hafen von San Jorge. 

In der Hotelanlage machen wir einen ersten Rundgang mit unserer Kamera und entdecken kleine Holzschilder an den bekanntesten nicaraguanischen Bäumen, aber auch neue Bilder und Skulpturen.

San JorgeMutter mit KindAlcides Flores empfängt uns am Hafen von San Jorge. Er bittet uns, die kleine Fähre Mozorola direkt nach San José del Sur zu benutzen, um die Fahrt mit der Ferry nach Moyogalpa zu umgehen. Die Ferry hatte vor wenigen Wochen die Preise verdoppelt – auf 60 Cordoba pro Fahrt. Die kleine Mozorola nimmt die Hälfte und ist für Campesinos und Studenten noch bezahlbar.

Es wird eine abenteuerliche Fahrt mit hohem Wellengang. Monika und Edith „überstehen“ die Überfahrt bis zur Ankunft in dem kleinen Hafen mit Chewing Gum. Eine junge Mutter – soeben mit ihrem Neugeborenen aus der Klinik in Rivas entlassen – lässt sich auf Monis Bitte hin fotografieren.

Regen erwartet uns, der einen Fischer nicht vom Fischfang abhält. Er geht ungerührt seiner Arbeit im See nach und sorgt für das Essen für seine Familie.

Fischer im Regen

BuchbesprechungWir essen gemeinsam mit Scott Renfro aus Bainbridge, den wir schon 1993 beim Wasserprojekt in San Pedro kennen gelernt haben. Er unterhält mit zwei weiteren compañeros die kleine Transportkooperation. Mit dabei sind auch Eduardo, der Fahrer der Ambulanz, Jorge Quintana, Alcides und Rosario Cajina. In dieser Pulperia nahe der Anlegestelle von San José schmeckt uns der leckere guapote besonders gut. 

Jorge und Eduardo mit Coco erhalten als Mitautoren ihre Bücher, auf die sie schon gewartet haben und ihre laminierten Fotos aus dem Buch. Wir haben Gelegenheit, über den Aufenthalt der Nicas, die Herausgabe des neuen Nicaragua-Buches und den Ometepe-Film II als Höhepunkt unserer 15-jährigen gemeinsamen Projektpartnerschaft zu berichten.

Wir sind gerade einen Tag auf der Insel. Julio Guillén lädt uns in sein Restaurant ein am Strand von Taguizapa, wo er uns seine selbstkomponierten Lieder auf der Gitarre vorstellt. Julio hatte sie für die Insulaner komponiert und die Freude darüber, dass Ometepe mit auf die Liste der vorgeschlagenen Länder zum Weltkulturerbe gehört. 

Wir treffen auch David Mitchell aus Bainbridge, der gemeinsam mit jungen Leuten aus Bainbridge verschiedene große Marimba-Musikinstrumente im Kiosko von Altagracia vorführt. Er lädt uns zu einer Vorführung in die Kooperative Magdalena ein.

ReisegruppeWenige Tage nach der Abreise der Nicaraguaner reisen wir mit insgesamt sechs Personen nach Ometepe.
Mit dabei Edith Fischer und Wiltrud Weinecke, sowie Angela und Reinhard Kreuzer, die ihre Silberhochzeitsreise in Nicaragua beginnen. Auf ihrer Hochzeitsfeier waren wir mit unseren Freunden zu Gast, wo sie mit abrockten.



 


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Ökumenischer Festgottesdienst zum Thema »Vom Reichtum der Armen« mit Gästen aus Nicaragua und Kolumbien in der Wiehler Ev. Kirche

Vom neuen Projektfilm »Ometepe - ein Paradies mit Widerhaken - Teil II« gibts jetzt auch einen Trailer zu sehen.

Vielen Dank dafür!

Zum Betrachten des Films muß auf Ihrem Rechner das »Flash-Plugin« installiert sein.

Die Rede von Monika Höhn zur anläßlich der Vorstellung des neuen Buches »Alltag in Nicaragua« gibts auch zum nachlesen. Bitte folgen Sie dem Link

Rede von Monika zur Buchpräsentation am 9.6.2008

Auf der Homepage des Evangelischen Kirchenkreises »An der Agger« wurden zwei Artikel zum Jubiläum veröffentlicht, auf die wir an dieser Stelle gern verweisen möchten.

15 Jahre Ometepe Projekt: Festgottesdienst und Begegnung

„Das Ometepe Projekt ist ein Segen – Muchas Gracias“

Heute erschienen drei Artikel über die Vorstellung des neuen Buches »Alltag in Nicaragua« am 9. Juni und über den Besuch im Museum Haus Dahl mit Landrat Jobi. Sie können über die nachfolgenden Links gelesen werden.

Oberberg Aktuell:

Anekdoten, Geschichten und Schicksale auf 230 Seiten beschrieben

Kölnische Rundschau

Ein Neuanfang nach dem Bürgerkrieg

oberbergischer-kreis.de

Landrat Jobi würdigt Entwicklungsarbeit für Ometepe

 

Die Wiehler Hompage

Auf der Homepage der Stadt Wiehl wurde eine Photogallerie mit Impressionen von der Buchvorstellung angelegt. Vielen Dank dafür.

Die Webseiten des Ometepe-Projektes haben ein neues Gewand erhalten.


hibiscus